Die Wirkung von Chili

In den Früchten von Chili Pflanzen ist in mehr oder weniger starker Konzentration der Wirkstoff „Capsaicin“ enthalten. Dieses Alkaloid ist hauptverantwortlich für den außergewöhnlichen Effekt, den der Biss in eine Chilischote haben kann. Genauer gesagt sind es bis zu 7 verwandte Substanzen, sogenannte „Capsaicinoide“, welche gemeinsam wirken. Um die Sache zu vereinfachen sprechen wir im Weiteren von „Capsaicin“.

Der Wirkstoff Capsaicin spricht die Schmerzrezeptoren der Schleimhäute an, welche Teil des „Trigeminalen Nervensystems“ sind. Dieses Frühwarnsystem des Menschen befindet sich unter anderem auf der Zunge, im gesamten Mund- und Gesichtsraum und im Verdauungstrakt. Es steht mit dem Geruchssinn, dem Geschmackssinn, sowie der Hitze- und Kältewahrnehmung des Menschen in Verbindung. Über die genauen Zusammenhänge zwischen diesen elementaren menschlichen Empfindungen ist sich die Wissenschaft bislang noch nicht wirklich einig geworden. Die Wirkung von Chili übt in jedem Fall einen Einfluss auf alle vier Bereiche aus.

Die Hauptaufgabe des Trigeminalen Nervensystems besteht darin, uns vor Gefahren zu schützen, indem es eine körperliche Reaktion auslöst, sobald es durch bestimmten Stoffe gereizt wird. Der Konsum von Chili löst beispielsweise die unterschiedlichsten Reaktionen bei uns aus: Ein Schweißausbruch, die Nase läuft, Niesen, die Augen tränen, Husten, Schluckauf, stärkere Durchblutung, usw. Unser Körper startet einen Entgiftungsvorgang und gibt uns durch die zusätzliche Ausschüttung von Endorphinen, körpereigenen Glückshormonen, auch noch einen extra „Kick“. Aus diesem Grund wird die Verwunderung über besonders scharfes Essen in der Regel auch mit einem Lächeln im Gesicht verkündet.

Um an dieser Stelle schon einmal mit einem Vorurteil aufzuräumen: Langfristig hat der Verzehr von scharfen Speisen keinen nachgewiesenen negativen Effekt auf unsere Geschmackswahrnehmung! Ganz im Gegenteil: Der Geschmack wird durch die richtige „individuelle“ Dosis Chili sogar intensiviert. Unsere Zunge wird stärker durchblutet und arbeitet sozusagen auf Hochtouren. Darüber hinaus kommt es zu einem erhöhten Speichelfluss, wodurch wir insgesamt „mehr schmecken“ - natürlich nur, wenn uns die Schärfe der verabreichten Dosis Chili nicht überfordert!

An der Probierstation in unserem Ladengeschäft können wir gerne herausfinden, mit welchem Schärfegrad Dein persönliches Trigeminales Nervensystem umgehen kann!

Falls Du weitere Fragen hast, sprich uns an.

Copyright © LEKKERTRADE GmbH 2010

Inhalt drucken

 



eine Seite zurück
Deutsch  English 
Zur mobilen Version wechseln